Cadolzburgs Trinkwasser ist sicher – Gemeindewerke stellen die Fakten klar
Keine Wasserknappheit, kein Notstand: Die neue Werkleitung legt einen vorausschauenden Arbeits- und Zukunftsplan vor – und bittet darum, die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sachlich statt zugespitzt zu betrachten.
In der öffentlichen Sitzung des Werkausschusses am 23. Juni 2026 hat die neue Werkleitung der Gemeindewerke Cadolzburg einen umfassenden Überblick über ihre laufenden Aufgaben gegeben. In einer anschließenden Berichterstattung wurden mehrere dieser Sachverhalte unzutreffend eingeordnet – mit dem Ergebnis, dass ein Bild von Notlage und drohender Wasserknappheit entstand, das die Tatsachen nicht wiedergibt. Das müssen wir an dieser Stelle jetzt unmissverständlich klarstellen.
Richtig ist: Das Trinkwasser in Cadolzburg ist sicher und uneingeschränkt nutzbar, eine Wasserknappheit droht nicht. Der vorgelegte Bericht ist kein Krisenbericht, sondern eine planmäßige Bestandsaufnahme und ein vorausschauender Arbeitsplan. Vieles, was als Versäumnis dargestellt wurde, ist in Wahrheit das Gegenteil – nämlich vorausschauendes Handeln: etwa die Suche nach zusätzlichen Wasservorkommen oder die sinnvolle Weiternutzung vorhandener Brunnen, damit Cadolzburg für die Zukunft noch besser gerüstet ist. Richtig ist aber auch, dass es kleine Betriebsbrunnen für Brauchwassernutzung an Kläranlagenstandorten gibt – diese haben aber rein gar nichts mit der öffentlichen Wasserversorgung zu tun.
Was wirklich geschieht. Seit Mitte April 2026 prüft die neue Werkleitung die gesamte Versorgungs- und Entsorgungsanlage systematisch, sachlich, ruhig und gewissenhaft, voraussichtlich mit einem Ansatz von mind. 6-12 Monaten. Anlagen und betriebliche Abläufe werden entlang der anerkannten technischen Regelwerke überprüft und laufend angepasst, Risiken frühzeitig erkannt und dokumentiert. Genau das erwartet man zu Recht von einer verantwortungsvollen kommunalen Versorgung – es ist ein Zeichen von Sorgfalt, nicht von Versäumnis.
„Wir gehen offen und ehrlich mit allen Themen um und benennen sie klar. Die Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger ist und bleibt sicher – und wir stellen heute die Weichen für die Zukunft.“ – Sarah Höfler, 1. Bürgermeisterin
Trinkwasser und Kleingärten. Die Wasserqualität wird laufend und engmaschig nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes überwacht; die Maßnahmen des vergangenen Jahres sind erfolgreich abgeschlossen. Auch bei den Kleingartenanlagen geht es nicht um eine Wasserknappheit, sondern um den vorsorglichen Schutz des öffentlichen Trinkwassernetzes: Einige saisonale Anschlüsse entsprechen nicht mehr den heutigen Hygieneanforderungen – das sieht auch das Staatliche Gesundheitsamt Fürth so. Die Betroffenen wurden am 1. Juni offen informiert; gemeinsam mit dem Markt und im engen Schulterschluss mit den betroffenen Bürgern und Bürgerinnen in den Kleingartenanlagen sorgen die Gemeindewerke für eine Übergangsversorgung und erarbeiten eine dauerhafte, rechtssichere Lösung.
Verantwortung heißt Fakten – keine Effekthascherei. Wasser, Strom und die Entsorgung von Abwasser gehören zur sogenannten Daseinsvorsorge. Damit ist gemeint: Eine Gemeinde muss, zusammen mit ihren Partnern, dafür sorgen, dass ihre Bürgerinnen und Bürger die lebensnotwendigen Grundleistungen jederzeit verlässlich erhalten. Diese Versorgung ist kritische Infrastruktur – sie muss zu jeder Zeit funktionieren. Mit dieser Verantwortung geht man sorgfältig um: mit Fakten und Augenmaß, nicht mit Zuspitzung oder Effekthascherei. Das gilt für die tägliche Arbeit ebenso wie für die öffentliche Darstellung. Entsprechend des aktuellen Fortschritts der Aufarbeitungen ist derzeit eine abschließende und zugleich dramatische Darstellung der Situation unangebracht und nicht belastbar.
„Wer Wasser und Abwasser verantwortet, muss Probleme klar benennen und konsequent abarbeiten – auf Grundlage von Fakten, nicht von Schlagzeilen. Wir reden nichts schön, aber wir verbreiten auch keine Angst. Eine zugespitzte Darstellung wird weder der Sache noch den Menschen gerecht, die hier jeden Tag zuverlässig für die Versorgung arbeiten.“ – Burkhard Bittner, Werkleiter
Blick nach vorn. Parallel treiben die Gemeindewerke zukunftsweisende Projekte voran – etwa die Weiternutzung vorhandener Brunnen für ein Brauch- und Löschwassersystem zur Stärkung der Krisenvorsorge sowie die Modernisierung ihrer Satzungen: bürgerfreundlicher und transparenter, ausdrücklich ohne Erhöhung der Gebühren. Hier wissen sich die Gemeindewerke im engen Schulterschluss mit dem Landratsamt Fürth, denn dort stehen Werte wie Nachhaltigkeit und Resilienz ebenso ganz oben wie bei den Gemeindewerken in Cadolzburg. Ebenso eng und vertrauensvoll arbeiten die Gemeindewerke mit dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg zusammen – ihrem verlässlichen fachlichen Partner in der Wasserwirtschaft, dessen Begleitung eine wesentliche Grundlage für tragfähige und zukunftssichere Lösungen bildet.
Die Gemeindewerke Cadolzburg danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Vertrauen und werden – wie gewohnt – regelmäßig und offen über den weiteren Verlauf informieren.



