Markt Cadolzburg handelt vorausschauend
Der Markt Cadolzburg hat eine haushaltswirtschaftliche Sperre gemäß § 28 KommHV-Doppik erlassen. Diese Maßnahme erfolgt vorsorglich, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde kurz- und mittelfristig zu sichern und auf die aktuell angespannte Liquiditätssituation verantwortungsvoll rechtzeitig zu reagieren.
Eines ist dabei besonders wichtig: Der Markt Cadolzburg ist nicht insolvent und nicht zahlungsunfähig. Alle gesetzlichen Pflichtaufgaben werden weiterhin erfüllt, der Verwaltungsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter und bereits begonnene oder rechtlich gebundene Projekte werden fortgeführt – so z. B. auch der Vollausbau der Ortsdurchfahrt und die Markgraf-Alexander-Straße.
„Als Bürgermeisterin ist es meine Verantwortung, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und entschlossen zu handeln – nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Genau das tun wir jetzt. Wir handeln vorausschauend, verantwortungsbewusst und transparent“, erklärt Erste Bürgermeisterin Sarah Höfler.
Die aktuelle Entwicklung der Liquidität macht deutlich, dass in den kommenden Monaten erhebliche Zahlungsverpflichtungen auf den Markt Cadolzburg zukommen. Gleichzeitig stehen zwar weiterhin bedeutende Einnahmen aus Steuern, staatlichen Zuweisungen und Grundstücksverkäufen in Aussicht, dennoch ist eine konsequente Steuerung der Ausgaben erforderlich, um die Zahlungsfähigkeit dauerhaft sicherzustellen.
Die haushaltswirtschaftliche Sperre bedeutet daher insbesondere:
- Konzentration auf gesetzliche Pflichtaufgaben.
- Reduzierung bzw. Einschränkung von freiwilligen Leistungen.
- Verschiebung geplanter Maßnahmen, die nicht dringend erforderlich sind.
- Strenge Prüfung sämtlicher Ausgaben.
- Einführung eines engmaschigen Liquiditätscontrollings.
- Erarbeitung und Umsetzung weiterer Konsolidierungsmaßnahmen.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies keine Einschränkung der grundlegenden Leistungen der Marktgemeinde (Daseinsvorsorge). Rathaus, Kindertageseinrichtungen, Bauhof, Feuerwehren und alle weiteren Einrichtungen arbeiten weiter. Ziel ist es vielmehr, freiwillige Ausgaben kritisch zu hinterfragen und Investitionen zeitlich sinnvoll zu steuern.
Parallel dazu arbeitet die Verwaltung an weiteren Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzlage. Dazu gehören unter anderem die Beantragung staatlicher Stabilisierungshilfen, die Nutzung bereits beschlossener Finanzierungsmöglichkeiten sowie die kontinuierliche Überprüfung aller Einnahme- und Ausgabepositionen.
„Gerade in finanziell anspruchsvollen Zeiten braucht es Ehrlichkeit, Transparenz und klare Entscheidungen. Wir informieren deshalb unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Marktgemeinderat und selbstverständlich auch die Öffentlichkeit offen über die Situation. Unser Ziel ist es, Vertrauen zu schaffen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, so Höfler.
Die Marktgemeinde weist ausdrücklich darauf hin, dass die aktuelle Entwicklung kein Einzelfall ist. Viele Kommunen in Bayern stehen aufgrund steigender Pflichtausgaben, sinkender finanzieller Spielräume und wachsender Anforderungen vor vergleichbaren Herausforderungen.
Die eingeleiteten Maßnahmen dienen dazu, den Markt Cadolzburg finanziell nachhaltig aufzustellen, um auch künftig leistungsfähig zu bleiben.
Sarah Höfler betont abschließend:
„Eine haushaltswirtschaftliche Sperre ist kein Zeichen des Scheiterns, sondern verantwortungsvolles und der Situation angemessenes Verwaltungshandeln. Wer früh gegensteuert, schafft die Grundlage dafür, auch in Zukunft investieren und gestalten zu können. Genau diesen Weg gehen wir – transparent, entschlossen und mit dem klaren Ziel, unseren Markt langfristig finanziell stabil aufzustellen.“
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