Ausbau der Ortsdurchfahrt Cadolzburg
Der offizielle Baubeginn für die umfassende Sanierung der Ortsdurchfahrt Cadolzburg ist erfolgt. Als vorbereitende Maßnahme wird derzeit im Norden Cadolzburgs, östlich der Staatsstraße, eine Fläche zur Lagerung von Baumaterialien eingerichtet. Der neue Lagerplatz ist zentraler Bestandteil der Logistik für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte in der Marktgemeinde der kommenden Jahre.
Die Sanierung und der Ausbau der Cadolzburger Ortsdurchfahrt soll voraussichtlich viereinhalb bis fünf Jahre dauern.
Wir halten Sie auf dem Laufenden!
FAQs – Sanierung der Ortsdurchfahrt Cadolzburg
Hier finden Sie die wichtigsten Fragen & Antworten zur Großbaustelle in der Ortsdurchfahrt. Die Übersicht wird laufend ergänzt und aktualisiert.
Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen.
1. Warum wird die Ortsdurchfahrt überhaupt saniert?
Die Sanierung umfasst zunächst die Erneuerung von Kanalisation und Wasserleitungen im Anschluss beginnt der Ausbau der Staatsstraße 2409: Erneuerung von Fahrbahn und Gehwegen, Beleuchtung, Parkplätzen, Grünstreifen— all diese Maßnahmen sind zwingend notwendig, um häufige Wasserrohrbrüche zu beheben, die Infrastruktur zu modernisieren und die Verkehrssicherheit zu stärken.
2. Wie lange dauern die Baumaßnahmen?
Die Maßnahme soll sich über ca. 4,5 bis 5 Jahre hinziehen, aufgeteilt in sechs zeitlich versetzte Bauabschnitte. Der erste bereits Bauabschnitt zwischen dem nördlichen Kreisverkehr bis zur Tankstelle in der Nürnberger Straße hat in der ersten Septemberwoche 2025 begonnen und wird voraussichtlich ca. 1 Jahr dauern.
3. Warum dauert das so lange?
Die Arbeiten finden unter laufendem Betrieb der Leitungen statt. Im Untergrund befindet sich hoch anstehender Fels, der die Tiefbauarbeiten erheblich erschwert. Die Maßnahme umfasst sowohl Tiefbau als auch Straßenbau – das erhöht den Gesamtumfang und die Komplexität.
4. Darf die Privatstraße der Firma Riegelein als Abkürzung genutzt werden?
Nein. Die Firma Riegelein hat ihre Privatstraße für unsere Bürger ausschließlich und auf eigene Gefahr zu den Zwecken geduldet, den Zugang zu den Supermärkten und Geschäften während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten.
Damit soll sichergestellt werden, dass der örtliche Einzelhandel weiter bestehen kann und die Cadolzburger Bürger wie gewohnt, trotz Baustelle, ihren Einkauf bei den Geschäften rund um den Kreisverkehr erledigen können. Selbstverständlich darf die Straße auch für den Rückweg vom Einkaufen genutzt werden.
Darüber hinaus ist ausdrücklich keine Nutzung vorgesehen! Der reine Durchgangsverkehr ist nicht erlaubt.
In anderen Fällen sind alle anderen öffentlichen Straßen bzw. die offizielle Umleitung zu verwenden.
👉 Wir appellieren an die Vernunft unserer Bürgerinnen und Bürger, die offiziellen Umleitungen oder andere öffentliche Straßen zu nutzen, um das Verkehrsaufkommen in der Schwadermühlweg nicht unnötig zu strapazieren.
5. Welche Umleitung ist eingerichtet?
Es wurden großräumige Umleitungen eingerichtet.
Umleitungsstrecke: Über Cadolzburg - Staatsstraße 2409 - Kreisstraße FÜ19 – Wachendorf - Kreisstraße FÜ19 - Wachendorfer Weg – Heilstättenstraße – Oberfürberg – Südwesttangente - B8 und umgekehrt.
Diese Umleitung ist entsprechend ausgeschildert, um den Verkehrsfluss trotz der Einschränkungen möglichst reibungslos zu gestalten.
Die Pläne können hier auf der Homepage eingesehen werden.
6. Gibt es zusätzliche Verkehrsmaßnahmen wie Temporeduzierung oder Ampeln?
Eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens ist noch kein Grund für eine Geschwindigkeitsreduzierung.
Die aktuellen Verkehrsmaßnahmen wurden vom Staatlichen Bauamt sorgfältig geplant und rechtlich abgestimmt. Dabei gelten strenge Vorgaben der Straßenverkehrsordnung (StVO). Eine zusätzliche Beschilderung oder Temporeduzierung darf nur dann erfolgen, wenn eine konkrete Gefährdungslage oder ein nachweisbarer Bedarf (z. B. durch schwer einsehbare Übergänge) vorliegt.
Allein die Erhöhung der Verkehrszahlen löst nicht automatisch eine Gefährdungslage aus. Für die Verkehrsregelungen inkl. der Beschilderung an Kreisstraßen – wie die Wachendorfer Straße und auch die Ortsdurchfahrt Wachendorf – ist ausschließlich das Landratsamt Fürth zuständig.
Der Markt Cadolzburg steht hierzu in regelmäßigem Austausch mit dem Landratsamt und prüft laufend die Situation. Eine Mehrbelastung anderer Straßen ist angesichts der Sperrung jedoch unumgänglich.
Bürgerhinweise, insbesondere zu konkreten Gefährdungen, sind dabei ausdrücklich willkommen und werden ernst genommen.
7. Wie funktioniert die Müllabfuhr während der Bauzeit?
Es gibt einen Sammelplatz zur Müllentleerung. Wenn die Tonnen am Vorabend der Leerung gut sichtbar an die Straße gestellt werden, kümmert sich die ausführende Baufirma um den Transport zur Sammelstelle.
8. Wie komme ich zu meinem Haus oder meiner Wohnung?
Für Fußgänger bleibt immer ein Gehweg entlang der Baustelle frei. Zufahrten zu Grundstücken sind je nach Baufortschritt eingeschränkt möglich – aktuelle Infos erhalten Sie über die ausführende Baufirma oder das Bauamt.
9. Können Betriebe weiterhin beliefert werden?
Ja. Die Anlieferung an Gewerbe & Einzelhandel ist grundsätzlich möglich. Sollte eine direkte Zufahrt nicht bestehen, unterstützen wir die betroffenen Betriebe bei der Organisation alternativer Lösungen. Wenden Sie sich gerne an die Gemeindewerke Cadolzburg für individuelle Rückfragen.
10. Fahren die Busse wie gewohnt?
Die Buslinien werden so gut wie möglich aufrechterhalten. Bei geänderten Fahrplänen oder Haltestellen informiert die VGN gesondert.
11. Was ist im Notfall – z. B. für Rettungsdienste?
Die Erreichbarkeit für Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei ist jederzeit gewährleistet. Die Einsatzkräfte sind über alle Sperrungen und Zufahrtsmöglichkeiten informiert.
12. Wer ist Ansprechpartner bei Fragen?
- Gemeindewerke Cadolzburg:
Telefonnummer: 09103 7901-0
www.werke-cadolzburg.de
info(@)werke-cadolzburg.de
- Markt Cadolzburg – Bauamt für allgemeine Fragen.
Telefonnummer: 09103 5090
bauamt(@)cadolzburg.de
Update Oktober 2025
Derzeit werden im Kreuzungsbereich Nürnberger Straße / Schafhofstraße / Tiembacherstraße zunächst die Kanäle und anschließend die Trinkwasserleitungen verlegt. Im Anschluss folgen die Arbeiten (Kanäle und Leitungen) in der Hauptstraße.
Vollsperrung ab 01.09.2025/ Umleitungen
Ab dem 01.09.2025 beginnt die Vollsperrung der Nürnberger Straße im Bereich des ersten Bauabschnitts.
- In diesem Zuge wird die bisherige Einbahnstraßenregelung in der Tiembacher Straße aufgehoben, um die Zufahrt zu allen Wohnhäusern und ortsansässigen Firmen auch während der Bauzeit zu gewährleisten.
- Die temporäre Nutzung des Schwadermühlwegs wurde mit der Firma Riegelein vereinbart und kann genutzt werden für: Linien- und Schulbusse, Anlieferverkehr zur Firma Riegelein, sowie den Anliegerverkehr zu den benachbarten Lebensmittelmärkten und Einzelhandelsgeschäften.
- Die Baustraße in Richtung Egersdorf bleibt weiterhin für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Eine Ausnahme besteht für den landwirtschaftlichen Verkehr, um die Bewirtschaftung der angrenzenden Flächen sicherzustellen.
- Auch während der Vollsperrung wird ein sicherer Fußgängerverkehr gewährleistet: Die Gehwege an der Nürnberger Straße bleiben einseitig im Wechsel durchgehend nutzbar.
Wir stehen in engem Austausch mit den ansässigen Betrieben und dem Landratsamt, um geeignete Umleitungsstrecken abzustimmen und den Verkehrsfluss trotz der Einschränkungen möglichst reibungslos zu gestalten. Dabei gilt unser besonderes Augenmerk dem Schulwegverkehr und den täglichen Pendelrouten. Zusätzlich zu den bereits ergriffenen Maßnahmen werden wir weitere Schritte in Angriff nehmen, um die Auswirkungen der Bauzeit für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten. In den kommenden Wochen informieren wir die Bürgerinnen und Bürger über unsere Kanäle und die Homepage regelmäßig über den Fortschritt, geplante Maßnahmen und veröffentlichen konkrete Verkehrsführungspläne.
Ja, diese Bauphase wird eine Herausforderung – für Anwohnerinnen und Anwohner, für Pendler, für Betriebe, für die gesamte Gemeinde. Aber gemeinsam werden wir die Bauzeit gut meistern.
Für Fragen, Hinweise oder Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung – wir freuen uns über den Austausch.
Umleitungen in Cadolzburg - Nutzung des Schwadermühlwegs offiziell geregelt
Im Zuge der Baumaßnahme an der Ortsdurchfahrt Cadolzburg konnte nun ein wichtiger Meilenstein erreicht werden: Die Vereinbarung zur temporären Nutzung des Schwadermühlwegs wurde am 26.08.2025 offiziell unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für eine geregelte und verlässliche Lösung zur innerörtlichen Verkehrsführung während der Bauphase.
Die privat geführte Straße der Firma Riegelein darf ab sofort unter klar definierten Rahmenbedingungen genutzt werden. Die Regelung sieht vor, dass der Schwadermühlweg temporär für folgende Nutzergruppen geöffnet ist:
- Linien- und Schulbusse,
- den Anlieferverkehr zur Firma Riegelein sowie
- den Anliegerverkehr zu den benachbarten Lebensmittelmärkten und Einzelhandelsgeschäften.
Die Nutzung durch reinen Durchgangsverkehr ist nicht gestattet, ebenso wie die Durchfahrt von LKW über 7,5 Tonnen, sofern diese nicht einem der genannten Zwecke dienen.
Da es sich um eine Privatstraße handelt, erfolgt die Nutzung auf eigene Verantwortung. Der Markt Cadolzburg übernimmt für die Zeit der temporären Freigabe die Verkehrssicherungspflicht.
Wir danken der Firma Riegelein ausdrücklich für die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Durch diese Regelung bleibt der Zugang zur Nahversorgung im Ortskern auch während der Bauzeit weitgehend erhalten – ein wichtiges Signal zur Stärkung des örtlichen Einzelhandels und zur Entlastung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger.
Weitere Maßnahmen im Rahmen der Verkehrslenkung:
- Die Vollsperrung der Nürnberger Straße im ersten Bauabschnitt beginnt zum 01.09.2025.
- Die Einbahnstraßenregelung in der Tiembacher Straße wurde aufgehoben, um die Erreichbarkeit der Anlieger sicherzustellen.
- Die Baustraße Richtung Egersdorf bleibt für den allgemeinen Verkehr gesperrt (landwirtschaftlicher Verkehr ist ausgenommen).
- Für Fußgänger ist die Ortsdurchfahrt durchgehend nutzbar – die Gehwege an der Nürnberger Straße stehen einseitig im Wechsel zur Verfügung.
- Die offizielle Umleitungsstrecke für den Durchgangs- und Schwerlastverkehr führt über Wachendorf – Oberfürberg – Südwesttangente.
Wir möchten erneut darauf hinweisen, dass die Bauzeit aufgrund der komplexen Leitungsarbeiten im laufenden Betrieb sowie der erschwerten Bodenverhältnisse (felsiger Untergrund) voraussichtlich länger als bei einer reinen Oberflächensanierung ausfallen wird.
Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verständnis, Ihre Geduld und Ihre Unterstützung während dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme.
Zeitlicher Ablauf und Kosten
Die Sanierung und der Ausbau der Cadolzburger Ortsdurchfahrt soll voraussichtlich viereinhalb bis fünf Jahre dauern.
Außerdem wird es zwei großräumige Umleitungen geben - im Norden zur Anbindung an Fürth und die B8 und im Süden in Richtung Ammerndorf. Der Straßenausbau beginnt im Norden im Bereich des Kreisverkehrs. Im Süden, zwischen Richtersgraben und Brunnenstraße, wird die Tragschichtbreite sechs Meter betragen, vom Rathausplatz bis zur Wasserstraße sechseinhalb Meter.
Da die Ortsdurchfahrt gleichzeitig Staatsstraße 2409 ist, erfolgt eine Kostenteilung: Die neue Fahrbahn an der Staatsstraße trägt der Freistaat Bayern. Gehwege, Parkplätze, Einmündungen und Beleuchtung übernimmt der Markt Cadolzburg. Rund 50 Prozent des „Oberbaus“ muss der Markt nach der „Ortsdurchfahrtenrichtlinie“ ebenfalls selbst tragen. Die Gemeinde investiert somit rund zehn Millionen Euro, das Staatliche Bauamt rund drei Millionen Euro. Die kommunalen Kosten werden mit 60 bis 70 Prozent gefördert.
Begründung zur Bauzeit:
Grund für die lange Bauzeit sind die insgesamt sechs zeitlich versetzten Bauabschnitte auf der rund einen Kilometer langen Strecke. Damit soll eine Vollsperrung der gesamten Ortsdurchfahrt vermieden und vor allem die Erreichbarkeit der Gewerbetreibenden auch während der Bauzeit gewährleistet werden.
Außerdem ergibt sich die lange Bauzeit u.a. durch den aufwendigen und technisch anspruchsvollen Kanalbau, der sehr zeitintensiv ist. Darüber hinaus wird umfassend im Bestand gebaut, während gleichzeitig auch die bestehende Infrastruktur am Laufen gehalten werden muss.
Mehr Personal oder längere Arbeitszeiten bringen ab einem gewissen Punkt keinen zeitlichen Vorteil, da sich die Gewerke auf engem Raum gegenseitig behindern oder Kapazitäten nicht effizient abgerufen werden können. Zur Steuerung des Baufortschritts wurden verbindliche Zwischenziele festgelegt. Bei zügiger Arbeitsweise können die Firmen die Gesamtzeit verkürzen – es ist abzuwarten, wie sich der Baufortschritt mit der vorhanden Leistungsstärke der Firma ergibt.
Weitere Beschleunigungsmaßnahmen würden zu deutlich höheren Kosten führen und wurden daher verworfen. Die aktuelle Planung stellt einen sinnvollen Ausgleich zwischen Zeit, Kosten und technischer Machbarkeit dar.
Maßnahmen:
Auch bauliche Hürden sind zu überwinden: Die Kanalisation und die Wasserleitungen müssen aufgrund der häufigen Wasserrohrbrüche komplett erneuert werden. Außerdem macht der „sehr hoch anstehende Fels“ im Untergrund Probleme beim Aufriss und der Verlegung. Auch die Frage der Wärmeversorgung muss noch abschließend geklärt werden, woran Gemeindewerks-Leiter Matthias Slonski derzeit mit Hochdruck arbeitet.



