Aktueller Stand zum Ausbau der Erschließungsstraße zum Gymnasium Egersdorf Nord
Der Markt Cadolzburg treibt die Planungen für die neue Erschließungsstraße zum künftigen Gymnasium im Ortsteil Egersdorf Nord weiter voran. Ziel ist es, den neuen Schulstandort leistungsfähig, sicher und möglichst verträglich an das bestehende Straßennetz anzubinden.
Die geplante Straßenverbindung soll zwischen der Nürnberger Straße / St 2409 und dem Bereich Egersdorfer Straße / Pfalzhausweg verlaufen. Dabei wird ein bestehender Wirtschaftsweg zu einer neuen Erschließungsstraße ausgebaut. Die Straße dient künftig der Anbindung des Gymnasiums und soll zugleich die Verkehrsströme im Umfeld geordnet aufnehmen. Vorgesehen ist eine Erschließung von Süden und Westen; die entstehenden Knotenpunkte sollen als Kreisverkehre ausgebildet werden.
Für den nördlichen Knotenpunkt wurden im Rahmen der Entwurfsplanung zwei Varianten untersucht: eine Buswendeschleife im Bereich des Schulparkplatzes sowie ein zusätzlicher Kreisverkehr. Nach intensiven Abstimmungen zwischen dem Markt Cadolzburg, dem Landratsamt Fürth und den beteiligten Planungsbüros wurde die Variante mit zwei Kreisverkehren – also einem südlichen und einem nördlichen Kreisverkehr – als Vorzugsvariante festgelegt. Diese Lösung ist bereits in die weitere Bauleitplanung eingeflossen.
Aus verkehrlicher Sicht bietet der nördliche Kreisverkehr mehrere Vorteile. Er ermöglicht eine leistungsfähige und konfliktarme Verkehrsabwicklung, insbesondere im Hinblick auf den künftigen Schulbetrieb, den Busverkehr sowie den Hol- und Bringverkehr. Zudem unterstützt ein Kreisverkehr eine natürliche Geschwindigkeitsreduzierung im sensiblen Schulumfeld und erleichtert die sichere Führung von Fußgängern, Radfahrern, Bussen und Pkw.
Die Ost-West-Verbindung wird künftig mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h geführt. Die Fahrbahn erhält nach aktuellem Planungsstand eine Breite von 6,50 m. Südlich der Fahrbahn ist ein begleitender Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 m vorgesehen. Damit wird nicht nur die verkehrliche Erschließung des Gymnasiums verbessert, sondern auch eine sichere Verbindung für den Fuß- und Radverkehr geschaffen. Die Planunterlagen weisen die neue Straßenverbindung einschließlich Gehweg, Fahrbahn, Bankett-/Grünflächen, Entwässerungsgräben, Durchlässen und Sicherheitstrennstreifen aus.
Ein wichtiges Anliegen der Planung ist auch, die landwirtschaftliche Nutzung im Umfeld weiterhin zu ermöglichen. Die bestehenden Zuwegungen zu den landwirtschaftlichen Grundstücken sowie die vorhandenen Feldwege bleiben erhalten. Die Bewirtschaftung der angrenzenden Flächen ist demzufolge auch nach Fertigstellung der Straße weiterhin möglich.
Südlich des Geh- und Radwegs, in Richtung der angrenzenden Felder, ist zudem eine Baumreihe vorgesehen. Diese Pflanzung dient nicht nur der landschaftlichen Einbindung der neuen Straße. Sie schafft zugleich eine grüne Pufferzone zwischen der künftigen Verkehrsfläche und der südlich gelegenen Wohnbebauung. Die Bäume können den Straßenraum optisch gliedern, den Blick auf die Straße abmildern und zu einer ruhigeren, hochwertigeren Wahrnehmung des Ortsrands beitragen. Auch wenn eine Baumreihe keine technische Lärmschutzanlage ersetzt, wirkt sie als natürliche Abschirmung und verbessert die Aufenthalts- und Wohnqualität im Umfeld.
Parallel zur Straßenplanung wurden auch die schalltechnischen Auswirkungen untersucht. Das Gutachten betrachtet die künftige Verkehrssituation auf Grundlage einer Prognose für das Jahr 2040. Danach ist im bestehenden Straßennetz durch die Entwicklung des Plangebiets insgesamt keine erhebliche zusätzliche Lärmbelastung im rechtlichen Sinn zu erwarten. Auf der Egersdorfer Straße wird sogar mit einer Verkehrsabnahme gerechnet, während auf der Nürnberger Straße, der Dorfstraße und dem Pfalzhausweg nur verhältnismäßig leichte Zunahmen prognostiziert werden.
Der Ausbau der Straße ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des neuen Gymnasiums in Egersdorf Nord. Gleichzeitig achtet der Markt Cadolzburg darauf, die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner, des Schulverkehrs, der Verkehrssicherheit, der Landwirtschaft, der Entwässerung, des Naturraums und des Lärmschutzes sorgfältig miteinander abzuwägen.
In den nächsten Schritten werden die Planungen weiter konkretisiert, die erforderlichen Abstimmungen mit dem Landratsamt Fürth fortgeführt und die Ergebnisse in das laufende Bauleitplanverfahren eingebunden. Der Markt Cadolzburg wird die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin über den Fortgang des Projekts informieren.


